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Als wir uns vor gut 2 Monaten für das Gimbal-Gestell vom Hobby-König entschieden, klang alles noch so einfach. Gestell, Motoren, Controller kaufen, montieren, justieren und schon entstehen perfekt stabilisierte Videos. Die 3. Achse kann ich sicherlich irgendwie nachrüsten, für’n Anfang reichts!

Als nach genau 2 Monaten endlich der langersehnte Brief vom Zoll im Briefkasten lag, hielten wir endlich ein plattgewalztes Päckchen in unseren Händen mit einer Reihe von CFK Platten, Rohren und jeder Menge schrauben. Bei der Montage ist uns dann schnell aufgefallen, dass wir mit unserer Wahl viel Spaß haben werden. Beim montieren musste immer wieder gebohrt und gefeilt werden, um das Gestell irgendwie zusammen zu bekommen. Am Schluss ergab sich eine „kleine“ Diskrepanz an der Pitch-Lagerung, wo ein mehrere Millimeter großer Spalt klaffte. Kurzerhand mit ein paar M2-Muttern nachgeholfen und versucht das Gerät zu justieren.

Nach mehreren Stunden Justage kam ich zu der Erkenntnis, die Pitch-Lagerung sei schlicht nicht leichtgängig genug und leistet dem Gimbal-Motor zu viel Widerstand. Eine neue Lösung musste her!

Lena durchkämmte das Internet nach einem möglichst kleinen und leichten Kugellager. Die Wahl fiel schließlich auf ein Kunststoff-Glas-Kugellager, welches nur 10mm im Durchmesser und 4mm in der Dicke hat.

Ein Lager ist allerdings nur so viel wert wie das außen herum und so kümmerte ich mich gestern Abend erst um ein Konzept. Im Seitenteil des Gimbals befindet sich ein genau 10mm großes Loch, welches sich geradezu als „Flansch“ für unser Lager aufdrängt. Wir brauchen lediglich eine Carbonplatte, die wir von außen aufschrauben können, die den Aussenring des Lagers gegen herausrutschen sichert. Und eine Achse, die das Gestell Kameraseitig abfängt.

Bereits heute kam ich zufällig an die Drehmaschine und hatte auch noch ein passendes Material in der Hand. So konnte ich die kleine Achse nach dem Plan vom Vorabend runterdrehen.

Kritisch wird in meinen Augen nun das Anpassens des Loches in der Seitenplatte, dort wo die Achse aufgenommen werden soll. Da ist ein Langloch drin, ich hab jetzt logischerweise rund gedreht. Für weitere Bearbeitung mit Werkzeugmaschinen ist das Bauteil auch zu klein und zu weich… 😀

Über den Autor

Seit 2008 begeistert mich die Fotografie. Erst auf Partys, mit einer alten kaputten 350D, nun schon aus der Luft mit einem Multicopter. Immer interessiert an neuen Aufnahmetechniken und deren Umsetzung, erfülle ich hier wohl oft die Quote der Nerds. Macht nix, diese Position wird mir schon lange nachgesagt - umso begeisterter sind die Leute, wenn ich dann tolle Bilder mache... :)

  • Tarot FY680 Iron Man – Frame und Motoren
    Tarot FY680 Iron Man – Frame und Motoren

2 Comments. Leave your Comment right now:

  1. Eine tolle Beschreibung der bautätigkeit!
    Bitte mehr davon!!
    Beste Grüße
    Georg

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