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Nun ist es an der Zeit unseren Tarot FY680 Iron Man Frame und unsere Turnigy Multistar 3508-640Kv Motoren mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Die letzten Tage habe ich mich weitestgehend mit Recherche beschäftigt, da sich das ein oder andere Problem ergeben hat. Aber dazu später mehr. Den Frame habe ich per Zufall „gebraucht“ aber ungeflogen in einer Facebook-Gruppe angeboten bekommen. Die Chance haben wir uns nicht entgehen lassen, da uns unser bisheriger Multicopter vor allem beim Frame nicht überzeugt hat. Dann haben wir uns gleich aufgemacht und uns Motoren ausgesucht. Beides will ich euch nun genauer vorstellen und die Probleme, die aufgetaucht sind niederschreiben.

Die Motoren

Bei den Motoren habe ich lange verglichen und ausgewählt. Ich wollte ein optimales Verhältnis aus Gewicht, Leistung und Preis finden und bin immer wieder über die Turnigy Multistar 3508-640Kv gestolpert. Die Motoren sind mir aufgefallen, da sie sich auch noch mit 5s vertragen und eine gewisse Varianz in der Akkubestückung des Multicopters zulassen würden. Auch eine Leistung von 550W verspricht eine etwa doppelte Leistung gegenüber unserem jetzigen Setup.

Umdrehungen: 640Kv
Eingang: 2-5s
Limit: 550W
Peak(10s): 30A
Magnetanzahl: 14
Größe: 42 x 23 mm
Gewicht: 98g

Ausstattung: Kommen mit angelöteten 3,5mm Bullets, ausreichend lange Kabel, es werden 6mm Standard Prop-Mounts mitgeliefert mit passenden Schrauben

Leider kommen nun schon die ersten Probleme auf. Mangels Erfahrung, wusste ich nicht, dass auf diesen Motoren ein Direct-Mount, wie ich ihn angestrebt hatte, nicht möglich ist. Die mitgelieferten Prop-Mounts haben alle ein normales Rechtsgewinde, somit leider nicht selbstsichernd. Noch dazu sind die Schäfte leider sehr lang und das Gewinde nicht weit genug herunter geschnitten. Wir wollten am Ende ein möglichst flaches Paket aus Motor, Prop, Mount und ESC haben.

Der Umstand ist uns natürlich noch ein Dorn im Auge und hier suchen wir noch eine brauchbare Kombination aus Prop und Prop-Mount. Mit den Motoren müssen wir nun erstmal leben. Sollte jemand Vorschläge haben, lasst gerne einen Kommentar da, oder mailt uns.

Der Frame

Immer mal wieder stolperte ich bei meinen Streifzügen durch die Onlineshops dieser Welt über die Frames von Tarot. Vollcarbon, ohne Werkzeug klappbar, elektrisch klappbares Landegestell easy nachrüstbar, ESCs an den Motor-Mounts montierbar, Propeller bis 13″. Super! Alle Kriterien die uns bei unserem jetzigen Hexacopter aufregen erschlagen die 680er Hexacopter Frames von Tarot mit einem Streich und das auch noch zu einem vernünftigen Preis. Zum bestellen war ich dann doch immer zu geizig und eines Sonntags fragte ich dann in einer Facebook-Gruppe, ob der Tarot FY680 Iron Man denn tatsächlich etwas tauge. Ich hatte gerade eine „Back-in-Stock“-Mail von Hobbyking erhalten und das Thema wurde wieder auf den Schirm gerufen.

Noch bevor mir geantwortet wurde, hatte ich schon eine PN mit einem Kaufangebot zu eben genau diesem Frame bekommen. Einmal aufgebaut, nie geflogen, dann doch für „Ready-to-Fly“ entschieden. War uns nur recht. So konnten wir einige Nervfaktoren des bisherigen Frames zeitgleich ausschalten und deutlich hochwertiger wirkt er ja auch. Aber zuerst zu den Spezifikationen:

Motorabstand: 680mm
Gewicht: 720g (inkl. Landegestell)
Freiraum für Gimbal: 180mm von Zentrum Trägerstange bis Boden
Propeller: freigegeben von 10″-13″

Key Features: klappbar ohne Werkzeug, Leichtbau, ESCs an Motor-Mounts möglich, elektrisches Landegestell nachrüstbar

Motor-Mounts

Am bisherigen Frame war es keine Seltenheit, dass nach einem Flug mal eine Schraube gefehlt hat. Rausgerüttelt. Hier mussten wir bisher besonders bei unserem Pre-Flight-Check jedes mal darauf achten, dass noch alles an Ort und Stelle war. Die Motorträger von Tarot haben hier an einigen Punkten Vorteile. Die eingelassenen Gewindebuchsen aus Messing, erlauben einen vernünftigen Einsatz von Schraubensicherung „Niedrigfest“. Damit kann man einem verlieren von Schrauben durch Vibrationen sehr wirkungsvoll und ausreichend entgegenwirken. Je nach Wahl der Festigkeitsgrade kann dann auch noch Einfluss auf die Lösbarkeit genommen werden.

Leider haben wir nun schon feststellen müssen, dass unsere ESCs aufgrund ihrer Größe nicht unter die Motor-Mounts passen, also zumindest nicht vernünftig oder mit viel zu viel Ballast. Tarot hat den Vorteil, dass man auf ein breites Repertoire an Ersatzteilen zurückgreifen kann und man auch einige Alternativprodukte bekommt. So werden wir hier wohl noch auf die etwas größeren Motorträger des Tarot 680PRO umsteigen. Hier sollten die ESCs mit etwas Geschick dann ordentlich unten hinein passen. Wir werden sehen. :)

Klappmechanismus

Der Klappmechanismus ist ein tolles Upgrade. Beim bisherigen Hobbyking-Frame waren wir immer gezwungen Werkzeug dabei zu haben und mussten an Stellen schrauben, wo man schon etwas Geschick benötigt. So war man gut und gerne 5 Minuten nur mit dem korrekten Aufklappen der Arme beschäftigt. Das wird in Zukunft nur noch wenige Sekunden dauern und bisher macht das Ganze auch einen vernünftigen Eindruck.

Zwischen den 2 Center-Plates sind Rohrklammern befestigt, am Ende der Armrohre ist eine Muffe die eine Achse aufnimmt befestigt. Und schon kann man mit zwei „Clicks“ den Arm in Startposition bringen. Wir sind gespannt, wie sich dieser Mechanismus in der Praxis bewährt. Aktuell greift alles sehr „satt“ und man muss schon etwas Kraft aufbringen, um den Arm in die neue Position zu bringen. Was auch hoffentlich so bleibt.

Landegestell

Der Frame verfügt schon in der Serienausstattung über ein klappbares Landegestell, welches über eine ähnliche Arretierung wie die Arme verfügt. Eigentlich noch nichts besonderes, für uns aber etwas total neues. Unser bisheriges Landegestell bestand aus einem Gestänge aus CFK-Rohren und Gummiverbindern aus dem Drachenbedarf.

Klar, dass der neue Mechanismus jede Menge Gewicht einspart und dabei auch noch deutlich leichter ist, als das was wir bisher umher fliegen. Auf jeden Fall auch optisch die deutlich schlankere und hochwertigere Lösung. Der Clou ist auch hier wieder das Angebot an Upgradeteilen. So kann man mit geringem Kosten- und Bastelaufwand zwei Antriebe nachrüsten, die sich im Flug steuern lassen. Was wir zu einem späteren Zeitpunkt sicherlich noch machen werden.

To-Do

Übrig bleiben neben der Gimbal-Lagerung jede Menge neue Herausforderungen.

  • Motorträger welche die ESCs vernünftig aufnehmen können
  • Auswahl der Propeller
  • Prop-Mounts

Wir freuen uns über jegliche Vorschläge in den Kommentaren, oder schreibt uns einfach direkt über das Kontaktformular.

Über den Autor

Seit 2008 begeistert mich die Fotografie. Erst auf Partys, mit einer alten kaputten 350D, nun schon aus der Luft mit einem Multicopter. Immer interessiert an neuen Aufnahmetechniken und deren Umsetzung, erfülle ich hier wohl oft die Quote der Nerds. Macht nix, diese Position wird mir schon lange nachgesagt - umso begeisterter sind die Leute, wenn ich dann tolle Bilder mache... :)

  • Gimbal – Pitch-Lagerung Teil I
    Gimbal – Pitch-Lagerung Teil I

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